Alex Sott (er/ihn) ist Sozialpädagoge, Kinderschutzfachkraft und arbeitet im Bremer JungenBüro mit Jungen* die von Gewalt betroffen sind sowie mit deren unterstützenden Angehörigen und Fachkräften. Er bringt langjährige Erfahrungen in der geschlechtsreflexiven Arbeit mit mobbingbetroffenen Jungen* mit, sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting, ist Lehrbeauftragter des Studiengangs Soziale Arbeit der Hochschule Bremen und Mitautor der „Bremer Leitlinien Jungenarbeit“ und der Broschüre „Beratung für Jungen* mit Gewaltwiderfahrnissen“
Obwohl Mobbing mittlerweile gut erforscht ist und Handlungskonzepte zur Entgegnung von Mobbing bekannt sind, zeigen aktuelle Studien, dass Mobbing nach wie vor weit verbreitet ist. Im Rahmen dieser Studien wird auch immer deutlicher, dass Geschlechterdynamiken in Mobbingprozessen eine nicht unerhebliche Rolle spielen. So dient Mobbing Jungen* als Tätern unter anderem dazu, sich durch Gewalt- und Dominanzhandeln männlich zu präsentieren, während es betroffenen Jungen* häufig schwerer als Mädchen* fällt, Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil sie fürchten, als wehrlos und unmännlich wahrgenommen zu werden.
„Für mich fühlt sich das an, wie ein Boss-Gegner, der 100 Level über mir ist.“ (Zitat eines Betroffenen)
Im Rahmen dieses Workshops soll es darum gehen, Jungen* als Betroffene von Mobbing genauer in den Blick zu nehmen und gemeinsam zu erarbeiten, wie diese besser erreicht und unterstützt werden können. Verschiedene Übungen und Praxisbeispiele laden dazu ein, in Austausch über die konkrete Arbeit mit mobbingbetroffenen Jungen* zu kommen, diese gemeinsam zu reflektieren und daraus Handlungsimpulse für die eigene Praxis abzuleiten.
Der Fortbildungsworkshop richtet sich an interessierte Fachkräfte in Jugendhilfe und Schule
Seminarraum von Jungenarbeit Hamburg e.V., Bramfelder Straße 102b